135-jähriges Feuerwehrfest

Rundum gelungene Festwoche der Freiwilligen Feuerwehr Petting

Mehr als ein Vierteljahr ist es her, dass die Festwoche zum 135-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Petting stattfand.

Nur noch ganz wenige Indizien lassen an das rauschende Fest zum Gründungsjubiläum der Pettinger Wehr erinnern. Mitte Juni wurde eine ganze Woche lang neben dem Feuerwehrhaus im großen Festzelt gefeiert, gelacht, getanzt, gesungen, gegessen und getrunken.

Der erste Veranstaltungstag war ein Montag, an dem einige Besucher die musikalischen Klänge der „Desperate Brasswives“ und im Anschluss die bayerischen Lieder des „Oimaras“ mit Band genossen. Vor allem die Mädels der „DBW“ konnten auf der Bühne ihr durchaus sehr hohes Niveau der Musik zum Besten geben. Egal ob Medley, Rock-Cover oder Bayerischer Klassiker – gut eine Stunde führten die Damen das Publikum durch den Abend, um auf den Hauptakteur vorzubereiten. Im Anschluss gab der Tegernseer Benni, besser bekannt als „der Oimara“ mit seiner Band seine eigenen Lieder zum Besten. Vom „Noagerlzuzler“ bis zum „Lieblingsdepp“ wurde musikalisch jeder angesprochen.

Weiter ging es mit der über die Landkreisgrenzen weit hinaus bekannten und legendären Spritzenhausparty. Über 3.000 Besucher ließen sich diese Mega-Party nicht entgehen. Die Partyband „Backdraft“ gab hier viele Stunden ihr Bestes und ließ das gut gefüllte Zelt brodeln. An der aufwendig selbstgebauten Mottobar hinter der Bühne mit dem Thema „Steinzeit“ gab es nicht nur einen voll funktionsfähigen Vulkan sondern auch so manch spezielles Getränk aus dem extra angefertigten Brunnen. An allen weiteren Bars kam jede/r auf seine Kosten: egal ob Schnapsbar, Weißbierbar, Pilsbar, Goasn-Bar, Weinschorle-Hütterl oder eine kleine Brotzeit für zwischendurch – es war alles geboten. Bis tief in die Nacht hinein wurde ausgelassen gefeiert.

Schlag auf Schlag ging es nach einer für alle Helfer schlaflosen Nacht weiter am Fronleichnamstag mit dem Tag der Betriebe, Vereine, Hütten und der guten Nachbarschaft.

Als musikalisches Schmankerl gaben die „Musikatzen“ für alle Besuchergruppen aus der Bevölkerung zünftige Blasmusik zum Besten. Bei saftigem Hendl, Grillfleisch oder Braten wurden hier viele gesellige Stunden im fast komplett reservierten Festzelt verbracht.

Der Freitag bot für einige Feuerwehrler eine kleine Verschnaufpause – die mehr oder weniger ruhig genutzt wurde. Der Trachtenverein GTEV D‘ Untersurtaler Schönram und die Musikkapelle Ringham-Petting veranstalteten nämlich im Bierzelt der Feuerwehr ein zünftiges Weinfest. Bei ausgelassener Stimmung und regem Besuch wurde genüsslich Wein verzehrt, geschunkelt und fleißig das Tanzbein geschwungen. Für beste Stimmung sorgte hier das Reitertal Quintett.

Zum Endspurt der Festwoche begann – im Rahmen des Festabends – am Samstag ab 17:00 Uhr mit dem Empfang vieler Ortsvereine, einiger umliegender Feuerwehren und zahlreichen Feuerwehren aus dem Nachbarland Österreich. Bei schönstem Wetter konnte zum Totengedenken zur Pfarrkirche in Petting mit allen Gästen marschiert werden, und es wurde zum Gedenken an die Verstorbenen ein Kranz am Kriegerdenkmal niedergelegt. Die Patenfeuerwehr aus Kirchanschöring und die eng befreundete österreichische Feuerwehr aus Wilhelmsburg überreichten der Freiwilligen Feuerwehr Petting zum Jubiläum zwei Geschenke. Zudem wurde in einem kurzen Festakt mehr als verdient der langjährige ehemalige Kommandant Matthias Seidenfuß zum Ehrenkommandant der FFW Petting ernannt. Für musikalische Umrahmung des Festaktes sorgte die Musikkapelle Steinbrünning.

Anschließend feierten alle Feuerwehrler, Ortsvereine und Besucher, ob jung oder alt, einen heiteren Partyabend, wobei die „S.O.S Partyband“ für beste Stimmung sorgte und das Festzelt zum Kochen brachte.

Das krönende Finale fand am letzten Tag, dem Festsonntag statt, welcher bereits um 06:00 Uhr mit dem Weckruf der Musikkapelle Ringham-Petting startete. Der Schirmherr, unser erster Bürgermeister Karl Lanzinger, die Patenbraut Ramona Steinmaßl, sowie der erste Kommandant der Feuerwehr Petting, Georg Mayer, wurden von der Musikkapelle aufgeweckt und abgeholt. Anschließend wurden nach und nach die eingeladenen Vereine, Ortsvereine, Patenvereine sowie zahlreiche Feuerwehren mit Musikkapellen aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und dem benachbarten Österreich im Festzelt begrüßt. Bei strahlendem Sonnenschein fand anschließend der Kirchenzug durchs Dorf zur Feldmesse statt. Pfarrer Kaspar Müller hielt dort seine sehr passende Predigt, bei der es vor allem um die Wertschätzung ging. Den heißen Temperaturen angepasst fielen die anschließenden Grußworte sehr kurz aus, denn wie sagte der Schirmherr: „I schwitz genau so wie Ihr – drum gibt es drei Sätze die alles aussagen.“ Festlich wurden noch die beiden Bänder für die Vereinsfahnen der Patenbräute gesegnet. Anschließend konnte die Patenbraut der FFW Petting Ramona Steinmaßl ihr Band der FFW Kirchanschöring übergeben. Die Patenbraut Marie Krautenbacher (FFW Kirchanschöring) übergab ihr Band den Kameraden der FFW Petting. Diese wurden als Zeichen der langanhaltenden Freundschaft und tiefen Verbundenheit zwischen der beiden Nachbarvereinen gestiftet. Im feierlichen Festzug marschierten alle Beteiligten durchs Dorf zurück zum Festzelt. Auf dem Weg wurde noch das Festgeschenk, eine handabgefüllte 3-Literflasche köstlichen Zwicklbieres, an die Vereine übergeben. Unter Klatschen des Pettinger Jubelvereins passierten alle sieben Züge den Triumphbogen und marschierten ins Festzelt ein. Trotz der überaus großen Hitze folgten einige ausgelassene Stunden im Zelt mit der Blaskapelle Kirchanschöring sowie der Musikkapelle Ringham-Petting, und zu guter Letzt sorgte die „Weißbiermusi“ noch für grandiose Stimmung im Barzelt.

Die Freiwillige Feuerwehr Petting blickt auf eine äußerst erfolgreiche und sehr gut besuchte Festwoche zurück. Der größte Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, allen Helferinnen und Helfern, Kuchenspenderinnen und Kuchenspendern, den mithelfenden Vereinen, den unterstützenden Firmen und der gesamten Bevölkerung zur mithilfe zu dieser „grimmigen Festwoche“. Sie wird uns allen in hoffentlich bester Erinnerung bleiben.